„Eigentlich hatte ich für heute gar nichts vor. Und genau das fühlte sich ziemlich gut an. Ich hatte es mir gerade gemütlich gemacht, als mich die Nachricht eines Freundes erreichte: Ob er spontan vorbeikommen könne? Klar. Für gute Gesellschaft ist bei mir eigentlich immer Platz. Als es wenig später klingelt, machen wir es uns im Wohnzimmer gemütlich. Irgendwann fällt unser Blick auf meine Schallplatten. Wir ziehen eine nach der anderen aus dem Regal. Manche Lieder erkennen wir nach den ersten Tönen, bei anderen müssen wir kurz überlegen. Und natürlich hängt an fast jeder Platte irgendeine Geschichte. Irgendwann bekommen wir Appetit. Zum Glück muss unser Tag deshalb keine Pause machen. Ich schaue ins Gefrierfach und wir suchen uns einfach aus, worauf wir Lust haben. Heute wird es Entenkeule in aromatischer Bratensoße mit Apfelrotkohl und Kartoffeln. Während das Essen im Ofen ist, läuft die nächste Platte. Kein langes Vorbereiten, kein Stehen am Herd. Stattdessen bleibt Zeit für Musik, Gespräche und die Geschichten, die man schon viel zu lange nicht mehr erzählt hat. Wenig später stehen zwei warme Teller vor uns. Wir essen, erzählen weiter und legen noch eine Platte auf. Und irgendwann denke ich: Genau solche Tage mag ich. Nicht lange geplant und trotzdem richtig gut. Manchmal braucht es eben gar nicht viel. Etwas Gutes auf dem Teller und vor allem Zeit füreinander.“
Jetzt probieren: Stephans Wintermenü
Schauen Sie sich weitere Wintergeschichten an
